Hier quitschen wieder die Reifen
Beim Rennwochenende auf dem EuroSpeedway Lausitz erlebte Elia Erhart
zwei schwierige Läufe im ADAC Volkswagen Polo Cup. Eine neue Chance
erhält der Nachwuchsrennfahrer beim Saisonhöhepunkt auf dem Nürnberger
Norisring.
Das vierte und fünfte Polo-Cup-Rennen auf der 3,5 Kilometer langen
Rennstrecke in der Lausitz begann für Elia Erhart vielversprechend. Im
ersten Qualifying am Samstagmorgen belegte er am Ende den siebten Platz
– den bisher besten Startplatz in seiner Tourenwagen-Laufbahn. Mit nur
25 Hundertstelsekunden war der Abstand zum Schnellsten so gering wie
nie zuvor. Das darauffolgende zweite Zeittraining, in dem die
Startplätze für das zweite Rennen am Wochenende ausgefahren wurden,
bestätigte die Leistung des 20-jährigen. Er sicherte sich Position
acht. Diese Ergebnisse machten Lust auf beide Läufe.
Doch bereits das vierte Saisonrennen am Samstag verlief für Elia Erhart
nicht nach Wunsch. Auf abtrocknender Strecke verlor er am Start einige
Positionen. „Da fehlte mir einfach die Aggressivität“, so der
Röttenbacher. Im folgenden Rennverlauf befand er sich in einer großen
Kampfgruppe, in der er in Runde zwölf bis auf den 15. Platz
zurückgefallen war. In den verbleibenden drei Durchläufen konterte der
Volkswagen-Pilot und überquerte letztendlich als Dreizehnter die
Ziellinie. Von Freude konnte er dennoch nicht reden: „Wenn man von
Position sieben startet, ist das nicht das erhoffte Rennergebnis.“
Vor 80.000 Zuschauern wollte Elia Erhart am Sonntag den Spieß umdrehen.
Im 24-köpfigen Fahrerfeld begann er das Rennen vom achten Startplatz
stark. Er behauptete seine Position in den ersten Runden und
verbesserte sich noch im ersten Renndrittel auf den siebten Rang. Doch
kurz darauf passierte für den Mittelfranken die entscheidende Szene:
Beim Anbremsen der Kurve nach der langen Gegengeraden hatte er ein
Problem mit der Bremse. Der Youngster rutschte vom Kurs in die
Auslaufzone und blieb im tiefen Kiesbett stecken. Aber er bewies weiter
sein Kämpferherz und wollte dennoch das Rennen fortsetzen. „Ich winkte
die Streckenposten zu meinem Auto und ließ mich mit einem
Bergungsfahrzeug aus dem Schotter befreien“, schildert Elia Erhart.
„Ich eilte zwar dem Feld hinterher, fuhr aber ins Ziel.“ Und das zahlte
sich aus. Durch die hohe Ausfallquote beendete der junge
Tourenwagenfahrer mit zwei Runden Rückstand als 16. den fünften
Wertungslauf und holte somit noch zehn Meisterschaftspunkte.
„Das war für mich kein gutes Wochenende, wenigstens aber eine gute
Schadensbegrenzung“, resümiert der sympathische Nordbayer. Im
Gesamtklassement liegt er jetzt nach der Saisonhalbzeit auf Platz
zwölf. Das Ziel für die verbleibenden fünf Rennen heißt für Elia Erhart
nun: Aufholen.
Fünf Wochen bis zum
Saisonhöhepunkt
Der nächste Lauf findet vom 28. bis 29. Juni auf dem Norisring in
Nürnberg statt. Es ist das einzige Stadtrennen im Kalender der
populären Nachwuchsserie und gleichzeitig das Heimspiel für Elia
Erhart, der im nahe gelegenen Röttenbach beheimatet ist. Um sich beim
Saisonhighlight optimal zu präsentieren, bleiben ihn fünf Wochen zur
Vorbereitung. Und diese Zeit wird der Sportler vom “MotorSportClub
Nürnberg“ nutzen, damit er auf dem Norisring optimal gerüstet ist.
Posted at 12:55 am by michi1